Die AniStagepiano Challenge: Wie Ani an ihr neues StagePiano kam – Teil 2

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Dies ist eine Fortsetzung des ersten Teils der Stagepiano Challenge. Wer diesen gelesen hat, weiß, dass ich das Roland FP-7F testen wollte. Nach einigen Tagen des Wartens rief ich wieder im JustMusic an und fragte, ob sie das besagte Piano nun zum Anspielen da hätten. Yeah, hatten sie!

Ich also in der Mittagspause Richtung Musicstore. Leider war das Piano noch von einem anderen Tester besetzt, also wartete ich und drückte ein bisschen auf dem FP4 rum, das direkt neben dem begehrten neuen Modell stand. Was auch noch direkt daneben stand bzw. sass, war ein Akkordeonspieler, der irgendein super mega high end Roland Akkordeon testete. Super! Wahrscheinlich war das Ding mega teuer und daher will der Kauf auch gut überlegt sein, aber während meines gesamten Besuches dort durfte ich auch seinen musikalischen Künsten lauschen. Und er spielte noch als ich ging…

Zurück zum Piano. Nach gefühlt einer halben Stunde und reell wahrscheinlich 10 Minuten Warten (ich HASSE warten…) durfte dann ich an das gute Stück. Es stand dort in weiß und erst als der Tester vor mir den Platz räumte, fiel mir wirklich auf, wie schick das Stück in weiß aussieht. Im Kopf hatte ich es schon mal vor meiner dunkelroten Wand platziert, whoa, das machte in meiner Phantasie schonmal optisch echt was her! Doch da die Optik nicht entscheidend war, wurde nun probegespielt. Ich hatte mir bereits vorher schon Kopfhörer besorgt, denn dank dem wirklich direkt neben dem Piano bespieltem Akkordeon konnte man über die eingebauten Lautsprecher wahrscheinlich eh nicht viel hören 😉

Ich nahm also Platz und begutachtete das Stagepiano erstmal. Es macht einen edlen und gleichzeitig massiven, robusten Eindruck. Display und Knöpfte sind übersichtlich angebracht und das Panel wirkt nicht überladen. Die Taster leuchten rot, wenn sie aktiv sind, was bei ungünstigen Lichtbedingungen sicherlich von Vorteil ist. Das Display ist ebenfalls aufgeräumt, Sachen wie Kontrast lassen sich noch einstellen und damit den Lichtbedingungen anpassen.

Dann habe ich erstmal die Tastatur befühlt. Ich hatte vorher von der Ivory Touch Beschichtung gelesen und muss sagen: Die fühlt sich wirklich gut an! Etwas angeraut, griffig, nicht so plastikmässig wie die Tasten der Geräte, die ich vorher getestet hatte. Aber da ich von einem Keyboard komme und Plastik gewohnt war, war das jetzt auch noch nicht DAS Argument 😉

So, jetzt aber mal Kopfhörer auf und losgespielt. Ich wusste von den anderen Geräten, dass ich auch einer richtigen gewichteten Tastatur noch viel üben muss und sehr ‚wackelig auf den Fingern‘ unterwegs bin. Doch mit dieser Tastatur war das irgendwie anders. Natürlich war es auch noch holprig und ich konnte nicht alles gleich wie auf meinem Keyboard spielen – das würde ja an Zauberei grenzen – aber es wahr doch wesentlich angenehmer. Es war irgendwie… als wenn meine Finger sich dort wohlfühlten, es passt auf eine ganz kitschige Art und Weise 😉 Der Druckpunkt war sehr angenehm und nach ein paar Tastendrücken gut einschätzbar. Es ging irgendwie alles von alleine und im Gegensatz zu den Test-Session an den anderen Geräten kam mir nicht ein einziger Fluch über die Lippen, hrhr.
Und das, was über die Kopfhörer da an meinem Ohr ankam konnte mindestens mal mit dem Spielgefühl mithalten. Auf dem Display stand was von Supernatural, ja, davon hatte ich im Internet gelesen. So sollte ein digitales Piano meinen Ohren nach klingen. Schöner warmer Pianosound, fein definierte Anschlagsdynamik. Auch wenn ich damit im Spiel noch nicht umgehen kann, so kann man schon als Laie schnell feststellen, wie schön diese umgesetzt ist.
Ich habe noch ein paar andere Sound probegespielt, die ich auch gut finde (das mit Streichern unterlegte Piano zum Beispiel gefällt mir sehr gut), bin aber immer wieder zum Supernatural Piano Sound zurückgekehrt.

Jetzt steckte ich im Dilemma. Dieses Gerät hatte alles, was auf meiner Wunschliste stand und entsprach voll und ganz dem, was ich mir an Spielgefühl und Sound in meinen Träumen vorgestellt hatte. Wie das immer so ist, wurde ich von dem Preisschild wieder in die Realität zurückgeholt. Das Gerät kostet fast überall einheitlich 1799 Euronen. Damit war ich fast bei der Verdopplung meines Budgets. Das wäre nur mit Finanzierung zu machen und das will wohlüberlegt sein…

Doch es war bereits geschehen, ich war verliebt. Ich wägte den Rest der Woche die Vor- und Nachteile ab und holte von verschiedenen lokalen und online Musikhäusern Angebote ein. Zeitgleich schaffte ich die Vorraussetzungen für eine eventuelle Finanzierung des ganzen. Ich besprach mich mit verschiedenen Leuten. Mittlerweile hatte ich einige recht verlockende Angebote auf dem Tisch, bei dem ich mit Zubehör (wenn schon Piano, dann bitte noch einen anständigen Ständer und eine Klavierbank) noch einige 100 Euros sparen konnte. Am Donnerstag Abend  dann fiel endgültig die Entscheidung: Ich würde diesen Pianotraum wahr werden lassen!

Die Verkäufer waren (verständlicherweise, denn immerhin hatte ich ja vor, einen vierstelligen Betrag bei ihnen zu lassen) sehr freundlich und halfen noch, die Gerätschaften vor die Tür zu transportieren. Sogar auf das Taxi wurde noch mit gewartet genauso wie einladen geholfen. Zuhause wurde dann auch direkt aufgebaut und so sieht das Ergebnis aus:

Bleibt nur noch eins zu sagen: YEAH! 🙂

2 Comments

  1. Glückwunsch zum neuen Piano! Habe mir heute das FP-7F gekauft und es wird morgen geliefert.
    Ich bin noch blutiger Anfänger und schon etwas älter und ich hoffe, das Ding hält meine Motivation einige Jahre aufrecht 🙂

  2. Hi Jürgen, Glückwunsch ebenfalls zu deinem neuen Mitbewohner! 😉 Ich bin mir ziemlich sicher, dass deine Motivation nicht an dem Instrument scheitern wird. Das ist ein tolles Teil, da haben wir beide einen guten Kauf gemacht 🙂

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