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Yamaha PSR E413: Erste Berührungen

Nachdem das Yamaha PSR-E 413 KEYBOARD nun seit ein paar Tagen bei mir steht, kann ich über die ersten Erfahrungen damit berichten. Mittlerweile habe ich so einige Songs, Styles und Voices durchprobiert – man experimentiert ja rum.

Styles sind dabei so Begleitrhytmen. Diese sind sehr umfangreich vorhanden und die meisten klingen echt gut. Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass da für jeden Geschmack was dabei ist, denn es kann zwischen mehreren hundert verschiedenen gewählt werden.

Songs sind ganze Lieder, die das Yamaha beinhaltet. Da sind 30 vorhanden, was ich als angenehm empfinde. Es sind bekannte klassische Stücke dabei (z.B. Für Elise), aber auch poppige Stücke, die ich vielleicht jetzt nicht dort vermutet hätte. So habe ich z.B. auch Against All Odds dort finden können. Einige kenne ich gar nicht, das heisst aber nicht, dass sie sich nicht gut anhören *g*.
Der Clou an der Song-Section sind aber eigentlich die Lessons. Man kann die Songs mithilfe der Yamaha Education Suite spielen lernen. Dazu wählt man einen Song aus und sucht danach aus, welche Hand geübt werden soll. Hier stehen rechts, links und beide Hände zur Verfügung. In dem großen Display wird dann angezeigt, welche Taste gedrückt werden muss. Es gibt drei verschiedene Schwierigkeitsstufen. Die erste wartet so lange, bis die entsprechende Taste(n) gedrückt worden ist(sind). Dabei wird die gesamte Begleitmusik gestoppt/gehalten, bis man den richtigen Ton gespielt hat. Andere Tasten können gedrückt werden, klingen aber nicht. So habe ich zum Beispiel den Hauptteil von Für Elise in der rechten Hand jetzt schon fast auswendig gelernt :) Die zweite Stufe spielt den Song weiter und
passt aber das Tempo selbstständig an. Wenn das Keyboard also merkt, dass man noch nicht so schnell ist, verlangsamt es den Song entsprechend. Hier wird die Begleitmusik auch nicht mehr angehalten. Die dritte Stufe ist das Spielen in Originalgeschwindigkeit.

Was wahrscheinlich noch sehr interessant ist, sind die Voices, also die auf die Tasten gelegten Töne. Am interessantesten ist hier wahrscheinlich der Piano Sound, den ich als sehr gut empfinde. Ich habe jetzt nicht so viel mit Klavieren zu tun, weswegen das ein Klavierspieler vielleicht anders sieht, aber wenn ich Für Elise klimper, hört es sich für mein Empfinden sehr wie ein Klavier an.

Die Tastatur ist noch sehr ungewohnt für mich. Die Tasten sind sehr leichtgängig und ich finde es ein bisschen schwer, da zu variieren, so dass der Ton mal leicht und mal kräftiger klingt. Das führe ich aber auf meinen ‚Blutiger-Anfänger-Status‘ zurück .

Da aller Anfang – gerade autodidaktisch – schwer ist, habe ich bei Kauf des Keyboards auch gleich eine Lern-DVD erstanden: Keyboard nur für Anfänger. Diese wurde mir von dem Musikheini in dem Geschäft empfohlen. Was ich nicht so gut finde ist der streng drein schauende Keyboardspieler und der lispelnde Erzähler. Doch nach einer halben Stunde Amüsement hat man sich daran gewöhnt 😉 Zuerst beschäftigt die DVD sich mit dem Noten lesen. Was für Noten gibt es, was für Pausen, Bass- und Sopranschlüssel usw. Ich habe jetzt vielleicht nicht alles komplett behalten, fühle mich aber schon schlauer, was das Notenlesen angeht.
Danach werden die Finger der Hände durchnummeriert und man muss erst ein paar Töne mit der rechten und dann mit der linken Hand spielen.  Hilfreich fand ich die Nummerierung der Noten, damit ich weiß, mit welchem Finger ich die Taste am besten bediene. Zwar soll man dabei schon einen Takt einhalten, aber trotzdem habe ich mich an diesem Punkt schon etwas gelangweilt. Doch dem wurde von der nächsten Lektion Einhalt geboten: Spielen mit beiden Händen! Was pro Hand als langweilig und einfach erschien wurde mir nun plötzlich unmöglich. Ich hab jetzt immer mal zwischendurch den kurzen Abschnitt aus 6 Noten für jeweils die rechte und linke Hand geübt und es sitzt immer noch nicht. Dabei soll ich nichtmal rechte und linke Hand gleichzeitig spielen, sondern eher abwechselnd. Ein Ton hier, ein Ton da. Schwerer als gedacht! Aber ich bleibe dran :)

Bis jetzt macht das Keyboard spielen lernen im Allgemeinen und das Yamaha PSR e413 im Besonderen sehr viel Spaß. Ich würde dieses Keyboard guten Gewissens einem Anfänger wie mir empfehlen, da ich denke, dass es daran über längere Zeit auch immernoch weitere Funktionen zu entdecken und lernen gibt. Gerade für ein Spielkind wie mich geeignet 😉

Ani hat ein Keyboard (Es ist ein YAMAHA!)


Man glaubt es kaum, aber ich habe heute das erste mal auf meinem eigenen Keyboard geübt! Doch wie kam es dazu? Eins nach dem anderen:
Ich hatte im vorherigen Post eine alte E-Gitarre erwähnt. Ich schrieb auch, dass ich mit einem Musikgeschäft um die Ecke Kontakt aufgenommen habe. Nachdem ich die Gitarre den zwangig Minuten langen Fußweg dort hin getragen und voller Erstaunen festgestellt habe, dass ich einen Musikladen mitsamt Tonstudio direkt um die Ecke habe, hat sich der gesprächsfreudige Herr dort erst einmal den generellen Zustand der Gitarre angeschaut. Als ich erzählte, dass ich die Gitarre verkaufen wolle, weil ich versuche, an ein Keyboard zu kommen, bot er mir an, die Gitarre bei ihm gegen ein Keyboard in Zahlung zu nehmen. Es folgte eine Diskussion über das Modell und er riet mir von dem Casio, dass ich ja eigentlich haben wollte, ab. Stattdessen legte er mir ein Yamaha ans Herz, dass ich mir auch am Anfang meiner Recherchen angeguckt hatte. Nach ein wenig Vorspielen auf dem Gerät hatte er mich überzeugt und so bin ich nun stolze Besitzerin eines Yamaha PSR E-413.

Jetzt habe ich ca. 400 Euro in Warenwert für die Gitarre bekommen. Der Händler schien mir ganz ehrlich und sagte auch, dass ein Sammler wahrscheinlich 100-200 Euros mehr zahlen würde, aber er sei nun mal kein Sammler. Und den müsste ich immerhin auch finden und den Stress hab ich mir nun gespart und auch direkt ein nigelnagelneues Keyboard :)