Trotz Grippe bei Paramore in Hamburg

Ich hatte glücklichweise trotz ausverkauften Konzerts die Möglichkeit, Paramore in Hamburg zu sehen. Ebay machts möglich 😉 Obwohl ich mich den ganzen Tag schon nicht so gut gefühlt hatte, wollte ich unbedingt zu diesem Konzert. Und so kam es, dass ich mich am Abend des 3.12.09 im Hamburger Docks einfand, so viele andere auch – vor Allem viele andere, die viel jünger waren 😉
Eigentlich in der Garderobenschlange anstehend kamen wir auf den Balkon, wo wir beschlossen, mitsamt Jacken stehen zu bleiben. Der Saal war gerammelt voll, unten standen die Leute wirklich mm an mm, dagegen war es oben noch recht locker verteilt.

 

Das Konzert startete mit drei (!) Vorbands. Die erste Band mit dem ungewöhnlichen Namen ‚Now, now every children‚ muss mit Paramore extrem gut befreundet sein, denn wegen ihrer musikalischen Fähigkeiten können sie meiner Meinung nach nicht für diese Tour ausgewählt worden sein. Die Bandmitglieder sagen alle noch sehr jung und viel zu klein und schmächtig für ihre Intrumente aus. Ich weiß nicht, ob es an der Technik der Band oder des Docks lag, aber der Sound klang schlecht gemischt, die Instrumente waren alle eher einzeln wahrzunehmen als als Einheit. Die Stimme der Sängerin klang für mich in jedem Song gleich, ohne Power, gefiel mir nicht. Das ist keine Band, die ich mir freiwillig nochmal anschauen würde, obwohl instrumentale Stücke hier und da vermuten liessen, dass sie zumindest ihre Instrumente gut beherrschen.

Die zweite Vorband war ‚Paper Route‚. Nichts besonderes erwartend wurde ich doch sehrüberrascht. Die Jungs haben richtig Party gemacht, gut gerockt und hatten den ersten Song im Gepäck, den ich mir als Single kaufen würde. Neben dem eigentlichen Sänger hat – ich glaube es war der Gitarrist- noch viel mitgesungen. Eine grandiose Mischung, toller Sound und das Finale mit drei Bandmitgliedern an verschiedenen Trommel-Instrumenten war grandios.

Ich war also wieder positiv gestimmt, wartete auf die dritte Vorband mit dem Namen ‚You Me At Six‚. Der erste Song war ein Disaster aus einem einfachen Grund: Man konnte den Sänger nicht hören. Während das Publikum schon unruhig zu lachen anfing und laut wurde, macht der Frontmann der jungen Truppe den Eindruck, er würde nichts davon wissen, dass niemand ihn hören kann. Die Instrumentalisten spielten fleissig weiter und auch der Sänger sang fröhlich in sein Mikrofon. Als er nach dem Song zu lachen anfing und (ohne Mikro) schrie ‚This never happened before!‘ war die Stimmung wieder locker und das Publikum jubelte. Sympatiepunkte hatte er damit schon einmal gesammelt. Nach mehreren Minuten Technik-Gefummelt gab es dann einen Neustart für die Band, diesmal mit Stimme. Doch das gefiel mir leider auch nur halbwegs. Denn während der Sänger eigentlich ganz gut singen kann und eine gute Stimme hat, scheint er leider eine Vorliebe für hohe Töne entwickelt zu haben, die er nicht annähernd trifft. Die Band hat Lady Gagas Pokerface gecovert, um ordentlich Stimmung zu machen. Beim Refrain musste ich mir leider die Ohren zu halten, sonst hätten sie angefangen zu bluten, befürchte ich. Eines muss man den Jungs lassen, sie haben ordentlich Party gemacht und zumindest das Publikum direkt vor der Bühne gut angeheizt.

Dann war es endlich so weit und Paramore kam auf die Bühne. Zu meiner Überraschung hatte Hayley eher blonde als rote Haare. Während es bei uns auf dem Balkon gediegener zu ging, war die Menge unten bei den ersten Songs gut in Bewegung – später verliessen sie aber anscheinend die Kräfte. Hayley war gut drauf und fegte wie ein Wirbelwind über die Bühne. Wie sie bei den Sprüngen noch genug Luft zum Singen hat, ist mir schleierhaft. Denn singen tut sie auch live klasse. Wie meiner fav Band Die Happy klingt auch Paramore live fast wie auf Platte gepresst, hier muss also wenig nachbearbeitet werden – sehr symphatisch. Nach nur gefühlten sieben Songs verabschiedeten sich Paramore bereits wieder und ich fragte mich, ob sie vielleicht ein bisschen Zeit für eine ihrer drei Vorband geopfert haben. Doch nach braven Zugabe-Rufen spielten sie nochmal drei Songs, so dass es ungefähr zehn gewesen sein müssten. So ganz genau kann ich das nicht beurteilen, denn mittlerweile hatte mich das Fieber voll gepackt und ich musste mich desöfteren auf die Stufe, auf der ich eigentlich stand, setzen, weil das Stehen einfach nur noch schwer war. Die Performance von Misery Business hat dann aber auch mich wieder auf die Beine geholt und so hielt ich tapfter noch ein paar Songs bis zum Ende durch. Vermisst habe ich jedoch ‚We are broken‘, der einer meiner Lieblingssongs ist. Als ruhige Nummer wurde stattdessen ‚You are the only exception‘ als acoustic Version dargeboten, dieses gehört leider eher zu meinen nicht favorisierten Songs. Gelungene Einlagen war der Salto des Bassisten (ja, MIT Bass!) und die Gesangseinlage einer Zuschauerin. Während des Songs Misery Businnes fragte Hayley die erste Reihe ‚Wanna sing tonight?‘ und holte daraufhin ein Mädchen auf die Bühne, das nicht singen konnte, diesen Abend aber ganz sicher niemals vergisst. Eine Minute mit Paramore auf der Bühne.

Alles in Allem trotz Grippe ein schöner Abend, wenn ich auch nach wie vor gegen so viele Vorbands bin, vor Allem wenn nur eine davon gut ist.

http://www.myspace.com/paperroute

Kommende Konzerte in Hamburg

Heute gibt es mal keine generellen Musiktipps, sondern Konzerttipps! 🙂
Wie ich vor kurzem festgestellte habe, haben wir demnächst viele Künstler in der Stadt, die ich gerne sehen möchte:

Zum einen haben wir demnächst die Ehre, Die Happy und Revolverheld  im Rahmen der Trinkwasserinitiative ‚Viva con agua‘ erleben zu dürfen und das Ganze noch Unplugged! Leider mitten in der Woche, am 2.12.09, weswegen ich noch ein wenig mit mir hadere.

Direkt am nächsten Tag geht es weiter mit Paramore! Die geben sich am 3.12.09 im Docks die Ehre. Die Karten sind restlos ausverkauft.

Der 30.12.09 ist sozusagen ein Stamm-Termin in meinem Kalender, denn da ist DIE HAPPY in der Stadt. Das Konzert wurde gerade von der großen Freiheit ins Übel&Gefährlich verlegt. Die Happy beendet ihre Tournee gerne in Hamburg, so ist der Tag vor Sylvester schon oft das Abschlußkonzert meiner fav Band gewesen. Die Shows waren bis jetzt jedes mal klasse, so dass ich mich auch schon sehr darauf freue und meine Karte schon neben mir liegen habe 🙂 Am Besten auch gleich Karte besorgen! *g*

Last but not least habe ich entdeckt, dass am 21.02.10 Lacuna Coil in Hamburg sind! Das kann ich mir auch auf gar keinen Fall entgehen lassen, wo ich ja vor nicht allzu langer Zeit gerade hier von ihnen geschwärmt habe *g*. Also auch hier gleich das Ticket sichern!


Musiktipps: Delain und Paramore

Das Wochenende über habe ich mit einer Erkältung gekämpft. Sie war stärker, hat gewonnen und so bin ich nun offiziell krank mit krankgeschrieben und allem drum und dran. Klasse! Das bedeutete natürlich auch, dass ich gestern den Gesangsunterricht wieder absagen musste. Abgesehen von der Ansteckungsgefahr ist Singen bei Erkältung generell nicht so gut und wenig förderlich für die Stimme. Also lasse ich es sein und höre Musik. Und dabei sind wir auch beim Thema:

DELAIN
Ich muss zugeben, dass ich dieses Schmuckstück gar nicht selbst entdeckt habe. Nach meiner Lobeshymne auf Lacuna Coil hat sich ein Freund von mir mal in ‚die Art Musik‘ eingehört und ist auf Delain gestossen. Stolz hat er mir seinen Fund mitgeteilt, der mich genauso begeistert hat wie ihn 😉 Danke nochmal!

Delain ist eine sehr abwechslungsreiche Metal-Band mit weiblicher Stimme, die in ihren metallastigen Songs an Within Temptation erinnert. Die Stimme der Frontsängerin ist nicht ganz so hoch, dafür steckt mehr Power dahinter. Als Beispiel biete ich euch dieses youtube Video von einem meiner favourite Delain Songs ‚Stay Forever‘ an: Delain – Stay Forever auf youtube.com. Und hier noch eine fast-Ballade von Delain, ‚I’ll reach you‘, die mir ganz gut gefällt: Delain – I’ll reach you auf youtube.com
Allerdings musste ich feststellen, dass die Live Videos, die ich bei youtube gefunden habe, nicht so der Brüller waren. Mal sehen, ich werd die auf jeden Fall weiter im Auge behalten.

PARAMORE

Paramore werden die meisten bereits kennen. In den USA sind sie recht bekannt, in Deutschland sind sie meines Wissens eher semi-bekannt 😉 Einige kennen sie vielleicht von Guitar Hero – World Tour, wo sie mit ihrem Song ‚Misery Business‘ vertreten sind. Das ist einer der ‚am-meisten-Spaß-Songs‘!
Im Gegensatz zu Delain gefallen mir hier gerade die live und acoustic Aufnahmen, die ich bei youtube.com finden konnte.
Doch zuerst ein relativ frischer Song von Paramore in der ’normalo Version‘: Paramore – Ignorance auf youtube.com
Passend dazu konnte ich auch eine acoustiv Version finden: Paramore – Ignorance Live Lounge auf youtube.com Hayley scheint immer auszusehen, als wenn sie gerade erst aufgestanden ist, das gehört wohl zum Image dazu 😉 Ich glaube, mein Gefallen der Musik von Paramore basiert nicht auf einer großartigen Stimme, sondern auf einer Sängerin mit einer tollen Stimmfarbe, die ihre Stimme und Power akkurat einzusetzen weiß. Hörts Euch einfach mal an, vielleicht gefällts Euch ja auch 🙂