Noch schnell Tickets sichern: Die Happy Konzert am 30.12.2010 in Hamburg!

DIE HAPPY, eine der besten Live Bands, die ich je gesehen habe, geben am 30.12.2010 traditionsgetreu ihr Abschlußkonzert in Hamburg. Wie letztes Jahr wird es im DOCKS stattfinden, da die Große Freiheit 36 am Vorsilvesterabend keine Konzerte mehr veranstalten will – man könne sich nicht genügend vorbereiten… finde ich schade, denn persönlich mag ich die Freiheit als Location lieber. Aber das wird nach dem ersten Song sowieso zur Nebensache, denn spätestens da hat einen das DIE HAPPY Fieber gepackt! 😉 Dann wird gerockt und nicht mehr über die Räumlichkeiten nachgedacht, hrhr.

Nachdem ich eigentlich davon ausging, dass aufgrund Martas Tätigkeiten als POPSTARS-Jurorin, die Band einen kleinen Bekanntheitsschub bekommen hat und die Tickets für das Abschlußkonzert früher ausverkauft sein würden als letztes Jahr, wurde ich eben eines besseren belehrt. Es gibt tatsächlich noch Tickets, z.B. hier bei getgo.de. Fragt sich, wie lange noch 😉

Ich bin jedenfalls gespannt wie ein Flitzebogen, wie die neuen Songs des aktuellen Albums ‚Red Box‘ sich live machen und vom Publikum aufgenommen werden. Erfahrungsgemäß sind die Abschlußkonzerte immer recht lang, daher wird sicher auch noch genug Zeit sein, den ein oder anderen Klassiker sowie 1-2 live nicht oft gespielte Stücke unterzubringen.

Die Vorband ist eine tschechische Band, DIVOKEJ BILL, die sich dem Folk Rock verschrieben hat. Die Besetzung besteht aus acht Leuten und weist interessante Instrumente auf – so sind zum Beispiel Geige, Banjo, Akkordeon und Megaphon in der Instrumentenliste zu finden. Ein kurzes Reinhören auf der Website der Band konnte mich allerdings trotz der teilweise fast punkig-rockigen Elemente noch nicht überzeugen. Leider hörten sich trotz der ungewöhnlich großen Instrumenteauswahl die meisten der Songs ziemlich ähnlich an. Vielleicht liegt es aber auch an der ungewohnten Gesangssprache: Die Band macht nämlich aus ihrer tschechischen Herkunft keinen Hehl und so wird auch in der Muttersprache gesungen. Ich persönlich tu mich immer mit Musik schwer, bei der ich den Text nicht verstehen kann. Ich fürchte also, dass meine – sagen wir mal sachte ’nicht ganz so guten‘ – Vorbanderfahrungen fortgeführt werden. Glücklicherweise weiß ich ja schon sicher, dass danach alles grandios wird! 😉

Also, wir sehen uns am 30.12.2010 im Docks bei Die Happy, let’s rock! *YEAH*


Trotz Grippe bei Paramore in Hamburg

Ich hatte glücklichweise trotz ausverkauften Konzerts die Möglichkeit, Paramore in Hamburg zu sehen. Ebay machts möglich 😉 Obwohl ich mich den ganzen Tag schon nicht so gut gefühlt hatte, wollte ich unbedingt zu diesem Konzert. Und so kam es, dass ich mich am Abend des 3.12.09 im Hamburger Docks einfand, so viele andere auch – vor Allem viele andere, die viel jünger waren 😉
Eigentlich in der Garderobenschlange anstehend kamen wir auf den Balkon, wo wir beschlossen, mitsamt Jacken stehen zu bleiben. Der Saal war gerammelt voll, unten standen die Leute wirklich mm an mm, dagegen war es oben noch recht locker verteilt.

 

Das Konzert startete mit drei (!) Vorbands. Die erste Band mit dem ungewöhnlichen Namen ‚Now, now every children‚ muss mit Paramore extrem gut befreundet sein, denn wegen ihrer musikalischen Fähigkeiten können sie meiner Meinung nach nicht für diese Tour ausgewählt worden sein. Die Bandmitglieder sagen alle noch sehr jung und viel zu klein und schmächtig für ihre Intrumente aus. Ich weiß nicht, ob es an der Technik der Band oder des Docks lag, aber der Sound klang schlecht gemischt, die Instrumente waren alle eher einzeln wahrzunehmen als als Einheit. Die Stimme der Sängerin klang für mich in jedem Song gleich, ohne Power, gefiel mir nicht. Das ist keine Band, die ich mir freiwillig nochmal anschauen würde, obwohl instrumentale Stücke hier und da vermuten liessen, dass sie zumindest ihre Instrumente gut beherrschen.

Die zweite Vorband war ‚Paper Route‚. Nichts besonderes erwartend wurde ich doch sehrüberrascht. Die Jungs haben richtig Party gemacht, gut gerockt und hatten den ersten Song im Gepäck, den ich mir als Single kaufen würde. Neben dem eigentlichen Sänger hat – ich glaube es war der Gitarrist- noch viel mitgesungen. Eine grandiose Mischung, toller Sound und das Finale mit drei Bandmitgliedern an verschiedenen Trommel-Instrumenten war grandios.

Ich war also wieder positiv gestimmt, wartete auf die dritte Vorband mit dem Namen ‚You Me At Six‚. Der erste Song war ein Disaster aus einem einfachen Grund: Man konnte den Sänger nicht hören. Während das Publikum schon unruhig zu lachen anfing und laut wurde, macht der Frontmann der jungen Truppe den Eindruck, er würde nichts davon wissen, dass niemand ihn hören kann. Die Instrumentalisten spielten fleissig weiter und auch der Sänger sang fröhlich in sein Mikrofon. Als er nach dem Song zu lachen anfing und (ohne Mikro) schrie ‚This never happened before!‘ war die Stimmung wieder locker und das Publikum jubelte. Sympatiepunkte hatte er damit schon einmal gesammelt. Nach mehreren Minuten Technik-Gefummelt gab es dann einen Neustart für die Band, diesmal mit Stimme. Doch das gefiel mir leider auch nur halbwegs. Denn während der Sänger eigentlich ganz gut singen kann und eine gute Stimme hat, scheint er leider eine Vorliebe für hohe Töne entwickelt zu haben, die er nicht annähernd trifft. Die Band hat Lady Gagas Pokerface gecovert, um ordentlich Stimmung zu machen. Beim Refrain musste ich mir leider die Ohren zu halten, sonst hätten sie angefangen zu bluten, befürchte ich. Eines muss man den Jungs lassen, sie haben ordentlich Party gemacht und zumindest das Publikum direkt vor der Bühne gut angeheizt.

Dann war es endlich so weit und Paramore kam auf die Bühne. Zu meiner Überraschung hatte Hayley eher blonde als rote Haare. Während es bei uns auf dem Balkon gediegener zu ging, war die Menge unten bei den ersten Songs gut in Bewegung – später verliessen sie aber anscheinend die Kräfte. Hayley war gut drauf und fegte wie ein Wirbelwind über die Bühne. Wie sie bei den Sprüngen noch genug Luft zum Singen hat, ist mir schleierhaft. Denn singen tut sie auch live klasse. Wie meiner fav Band Die Happy klingt auch Paramore live fast wie auf Platte gepresst, hier muss also wenig nachbearbeitet werden – sehr symphatisch. Nach nur gefühlten sieben Songs verabschiedeten sich Paramore bereits wieder und ich fragte mich, ob sie vielleicht ein bisschen Zeit für eine ihrer drei Vorband geopfert haben. Doch nach braven Zugabe-Rufen spielten sie nochmal drei Songs, so dass es ungefähr zehn gewesen sein müssten. So ganz genau kann ich das nicht beurteilen, denn mittlerweile hatte mich das Fieber voll gepackt und ich musste mich desöfteren auf die Stufe, auf der ich eigentlich stand, setzen, weil das Stehen einfach nur noch schwer war. Die Performance von Misery Business hat dann aber auch mich wieder auf die Beine geholt und so hielt ich tapfter noch ein paar Songs bis zum Ende durch. Vermisst habe ich jedoch ‚We are broken‘, der einer meiner Lieblingssongs ist. Als ruhige Nummer wurde stattdessen ‚You are the only exception‘ als acoustic Version dargeboten, dieses gehört leider eher zu meinen nicht favorisierten Songs. Gelungene Einlagen war der Salto des Bassisten (ja, MIT Bass!) und die Gesangseinlage einer Zuschauerin. Während des Songs Misery Businnes fragte Hayley die erste Reihe ‚Wanna sing tonight?‘ und holte daraufhin ein Mädchen auf die Bühne, das nicht singen konnte, diesen Abend aber ganz sicher niemals vergisst. Eine Minute mit Paramore auf der Bühne.

Alles in Allem trotz Grippe ein schöner Abend, wenn ich auch nach wie vor gegen so viele Vorbands bin, vor Allem wenn nur eine davon gut ist.

http://www.myspace.com/paperroute