Wie bereits im letzten Post angekündigt, hier mein Versuch, Über den Wolken auf Bahnhof zu trimmen. Ich habe nur kleine Änderungen vorgenommen, aber seht selbst:

Auf diesen Gleisen

Abfahrt pünktlich an Gleis 3
bis hier hör ich die Motoren
wie ein Pfeil zieht sie vorbei
und es dröhnt in meinen Ohren

Mit Leichtigkeit hält sie die Zeit
Verspätungen wird es nicht geben
als sie mit Vollgeschwindigkeit
fährt der nächsten Stadt entgegen

Auf diesen Gleisen
muss die Freiheit wohl grenzenlos sein
Alle Ängste alle Sorgen sagt man
blieben darunter verborgen und dann
würde was dir groß und wichtig erscheint
plötzlich nichtig und klein

Nachdem das Buch am Dienstag angekommen ist, konnte ich es mir natürlich nicht nehmen lassen, direkt ein wenig darin zu stöbern. Die Einleitung und ersten Teile danach handeln davon, wie wir unterbewusst und bewusst Songtexte, die wir hören, beurteilen. Warum wir sie gut finden oder eher nicht mögen. Danach wird der Songtext als ‚Film fürs Ohr‘ behandelt. Jeder, der gerne Bücher liest, kennt das Phänomen: Man liest das Buch und im Kopf entsteht daraus unser ganz eigener Film. Erst heute, als ich das Ende eines sehr spannenden Buches in der Bahn verschlang, erlebte ich dieses ganz intensiv. Ich war völlig gefangen in der Geschichte, total weggetreten, um mich rum nichts mehr wahrgenommen. Beinahe hätte ich meine Haltestelle verpasst – erst in letzter Minute merkte ich, dass die Bahn längst im Bahnhof stand.

Darum geht es, denn genau das passiert bei einem guten Songtext auch. Unsere Phantasie wird selbstständig, wir kreieren Bilder und Filme, die zu der erzählten Geschichte passen. In der ersten Übung des Buches wird man dazu ermutigt, sich Songtexte einfach mal ganz genau und bewusst anzuhören und darauf zu achten, ob ein Songfilm entsteht und wenn ja, wie dieser aussieht, ob er irgendwann uninteressant wird usw. Darauf folgt direkt ein Beispiel für einen gelungenen Songfilm: Über den Wolken.
Die Übung, die dann folgt erforder mehr Mitarbeit als die erste: Man stelle sich vor, die Geschichte würde sich nicht an einem Flughafen abspielen, sondern an einem Bahnhof. Und jetzt: Text umschreiben, damit ein Bahnhof draus wird! Da werde ich mich wohl mal ranmachen, schließlich will ich die Übungen ja gewissenhaft durcharbeiten *g*.

Jeden Montag gehe ich nach der Arbeit zum Gesangsunterricht. Gestern abend hatte ich meine vierte Stunde. Nachdem ich schon fleißig Bauchatmung geübt habe, wurde ich gestern abend in die fortgeschrittene Atmung eingeweiht, Flankenatmung. Dabei versucht man, wie der Name schon verrät, praktisch in die Seiten zu atmen. Auch, wenn sich das jetzt ein wenig obskur anhören mag: das funktioniert! Eigentlich fiel es mir sogar ein wenig leichter als die reine Bauchatmung. Danach sollte ich versuchen, erst in den Bauch zu atmen und danach noch die Seiten mit Luft zu füllen. Und, obwohl ich mir das schwer vorstellte, auch das ging eigentlich ziemlich gut. Vom Atemgefühl her empfinde ich das sogar angenehmer, da ich bei der reinen Bauchatmung manchmal das Gefühl hatte, dass da noch mehr Luft wäre, für die aber kein Platz mehr ist 😉

Der Rest der Gesangsstunde lief eher mittelprächtig. Meine Lehrerin sagt, ich ‚trau‘ mich manchmal einfach nicht, meine Stimme von der Leine zu lassen und zu sehen, was sie so macht. Ich habe ziemliche Probleme mit den tiefen Tönen. Bei den Tonleiterübungen muss ich diese Töne öfter mal richtig ’suchen‘, was mich immer ziemlich verunsichert. Man will ja eigentlich so wenig wie möglich falsch machen 😉

Mein erster Song ist übrigens ‚Ironic‘ von Alanis Morisette, was sich als gar nicht so leicht herausgestellt hat, wenn man es richtig singen will. Meine Lehrerin hat mir kurz von ‚Twang‘ (nicht die geringste Ahnung, wie man das schreibt) erzählt. Das ist ein Effekt, den man auf den Ton aufsetzt um ihn kraftvoller klingen zu lassen. Kopfstimme klingt dann zum Beispiel wie Bruststimme. Beispiel dafür sind z.B. der Refrain von eben erwähntem Ironic und Anastacia recht extrem.

Übrigens ist meine Buchbestellung eingetroffen, darüber werde ich demnächst berichten 🙂

Da dieses Blog nicht nur eine Dokumentation meiner nicht vorhandenen Entscheidungsfreude in Bezug auf Bücherbestellungen sein soll, habe ich heute die erste Kategorie ‚Singen‘ mit ihrem ersten Inhalt gefüllt. Im Menü kann man nun den Punkt ‚Singen‘ auswählen und gelangt dann zu allen Inhalten, die ich für diese Kategorie geschrieben habe.

Angefangen habe ich heute mit dem überaus wichtigen Punkt Bauchatmung. Ich beschreibe diese Atemtechnik so, wie ich sie bei meiner Gesangslehrerin gelernt habe. Da jeder Lehrer andere Methoden hat, lernt sie der ein oder andere vielleicht etwas abgeändert, aber im Grunde laufen doch alle Übungen auf dasselbe hinaus.

Und hier geht es zur Seite.

Ich habe mich durchgerungen, eine Entscheidung zu treffen. Soeben landete in meinem Einkaufswagen:

Songtexte schreiben. Handwerk und Dramaturgie im Songwriting

Ausschlaggebend waren vor Allem die vielen guten Bewertungen und die Muttersprache. Ich bin sehr gespannt, ob es die richtige Wahl war und werde hier darüber berichten.

Meine Suche nach Büchern, die sich mit dem Songwriting Handwerk beschäftigen, begann ich beim Bücher-Dealer meines Vertrauens: amazon.de. Hier habe ich mir ein deutschsprachiges und mehrere englischsprachige Bücher ausgeguckt, von denen ich hoffte, heute eines beim Thalia ergattern zu können: Fehlanzeige. Nu muss es wohl eine amazon Bestellung tun, nur welches Buch nehme ich zur ersten Lektüre? Zur Auswahl stehen folgende:

1. Songtexte schreiben. Handwerk und Dramaturgie im Songwriting hat bei 18 amazon-Bewertungen insgesamt 5 von 5 Sterne. Ich neige dazu, mit diesem Buch zu beginnen – auch, da man vielleicht zuerst eines in Muttersprache lesen sollte.

2. How to Write Songs on Guitar: A Guitar-playing and Songwriting Course lässt sich bei amazon auf ein paar Seiten durch blättern. Momentan ist es aber gar nicht mehr lieferbar musste ich eben feststellen. Hier reizt mich besondern die Kombination mit der Gitarre. Vom selben Autor ist auch das nächste Buch.

3. Lyrics: Writing Better Words for Your Songs (Songwriting). In dieses Buch kann man bei amazon auch einen ersten Blick werfen, macht Lust auf mehr.

4. Writing Better Lyrics war eines der ersten Bücher zum Thema, das mir auf Anhieb gefiel. Auch hier ist ein kurzer Blick ins Buch möglich und mir gefällt, wie es geschrieben ist. Der gegenüber den anderen kleinere Preis macht es noch attraktiver. Vier englische amazon Bewertungen verpassen dem Buch 5 von 5 Sternen. Interessant!

5.Harmonielehre und Songwriting: Professional Music Musikarbeitsbuch. habe ich erst vor Kurzem entdeckt. Hier scheint es vor Allem um musiktechnisches Grundlagenwissen zu gehen, Harmonielehre im Vordergrund. Der Songwriting Part ist nur ein erweiternder Abschnitt des Buches. Acht Kundenbewertungen und  5 von 5 Sterne empfehlen es eigentlich, aber ich scheue mich vor der ganzen Theorie, habe Angst, dass es zu trocken ist. Immerhin ist es auch das teuerste Buch.

Nicht so leicht, aber bis heute abend sollte ich eine Entscheidung getroffen und ein Buch bestellt haben, damit ich dann bald auch mit dem Lesen beginnen kann. Gar nicht so leicht 🙁

Willkommen auf meinem frisch aus dem Boden gestampften Blog. Dies soll kein Tagebuchblog werden, sondern sichn genau einem Thema widmen: Musik!
Hier soll es ums Singen,Gitarre lernen, Songwriting und den Aufbau eines kleinen Home-Recording-Centers gehen.

Ich habe schon den ein oder anderen Song frei nach Schnauze geschrieben, aber ohne wirkliches Konzept, ohne Technik. Ähnlich sieht es beim Gesang aus. Ich habe es immer gerne getan, jedoch nie richtig. Das Handwerk dazu lerne ich momentan im Gesangsunterricht, zu dem ich seit kurzem wöchentlich gehe. Die Gitarre hat mich schon immer fasziniert, ich habe auch schon länger eine, aber die richtigen Lernversuche und -fortschritte sind hier auch erst seit kurzem zu beobachten. Von Home-Recording habe ich dagegen nichts die geringste Ahnung, ich weiss nur, dass es total interessiert und fasziniert.

Kurzum: Dieses Blog begleitet eine Musik-Anfängerin auf ihrem Weg. Wenn ihr Lust habt, könnt ihr dabei ‚zusehen‘ 😉