Songtexte schreiben: Erster Blick ins Buch

Nachdem das Buch am Dienstag angekommen ist, konnte ich es mir natürlich nicht nehmen lassen, direkt ein wenig darin zu stöbern. Die Einleitung und ersten Teile danach handeln davon, wie wir unterbewusst und bewusst Songtexte, die wir hören, beurteilen. Warum wir sie gut finden oder eher nicht mögen. Danach wird der Songtext als ‚Film fürs Ohr‘ behandelt. Jeder, der gerne Bücher liest, kennt das Phänomen: Man liest das Buch und im Kopf entsteht daraus unser ganz eigener Film. Erst heute, als ich das Ende eines sehr spannenden Buches in der Bahn verschlang, erlebte ich dieses ganz intensiv. Ich war völlig gefangen in der Geschichte, total weggetreten, um mich rum nichts mehr wahrgenommen. Beinahe hätte ich meine Haltestelle verpasst – erst in letzter Minute merkte ich, dass die Bahn längst im Bahnhof stand.

Darum geht es, denn genau das passiert bei einem guten Songtext auch. Unsere Phantasie wird selbstständig, wir kreieren Bilder und Filme, die zu der erzählten Geschichte passen. In der ersten Übung des Buches wird man dazu ermutigt, sich Songtexte einfach mal ganz genau und bewusst anzuhören und darauf zu achten, ob ein Songfilm entsteht und wenn ja, wie dieser aussieht, ob er irgendwann uninteressant wird usw. Darauf folgt direkt ein Beispiel für einen gelungenen Songfilm: Über den Wolken.
Die Übung, die dann folgt erforder mehr Mitarbeit als die erste: Man stelle sich vor, die Geschichte würde sich nicht an einem Flughafen abspielen, sondern an einem Bahnhof. Und jetzt: Text umschreiben, damit ein Bahnhof draus wird! Da werde ich mich wohl mal ranmachen, schließlich will ich die Übungen ja gewissenhaft durcharbeiten *g*.