Vierte Gesangsstunde: Fortgeschrittenes Atmen

Jeden Montag gehe ich nach der Arbeit zum Gesangsunterricht. Gestern abend hatte ich meine vierte Stunde. Nachdem ich schon fleißig Bauchatmung geübt habe, wurde ich gestern abend in die fortgeschrittene Atmung eingeweiht, Flankenatmung. Dabei versucht man, wie der Name schon verrät, praktisch in die Seiten zu atmen. Auch, wenn sich das jetzt ein wenig obskur anhören mag: das funktioniert! Eigentlich fiel es mir sogar ein wenig leichter als die reine Bauchatmung. Danach sollte ich versuchen, erst in den Bauch zu atmen und danach noch die Seiten mit Luft zu füllen. Und, obwohl ich mir das schwer vorstellte, auch das ging eigentlich ziemlich gut. Vom Atemgefühl her empfinde ich das sogar angenehmer, da ich bei der reinen Bauchatmung manchmal das Gefühl hatte, dass da noch mehr Luft wäre, für die aber kein Platz mehr ist 😉

Der Rest der Gesangsstunde lief eher mittelprächtig. Meine Lehrerin sagt, ich ‚trau‘ mich manchmal einfach nicht, meine Stimme von der Leine zu lassen und zu sehen, was sie so macht. Ich habe ziemliche Probleme mit den tiefen Tönen. Bei den Tonleiterübungen muss ich diese Töne öfter mal richtig ’suchen‘, was mich immer ziemlich verunsichert. Man will ja eigentlich so wenig wie möglich falsch machen 😉

Mein erster Song ist übrigens ‚Ironic‘ von Alanis Morisette, was sich als gar nicht so leicht herausgestellt hat, wenn man es richtig singen will. Meine Lehrerin hat mir kurz von ‚Twang‘ (nicht die geringste Ahnung, wie man das schreibt) erzählt. Das ist ein Effekt, den man auf den Ton aufsetzt um ihn kraftvoller klingen zu lassen. Kopfstimme klingt dann zum Beispiel wie Bruststimme. Beispiel dafür sind z.B. der Refrain von eben erwähntem Ironic und Anastacia recht extrem.

Übrigens ist meine Buchbestellung eingetroffen, darüber werde ich demnächst berichten 🙂

Ein Gedanke zu „Vierte Gesangsstunde: Fortgeschrittenes Atmen

  1. Twang ist einerseits ein akustischer Eindruck, andererseits verbirgt sich dahinter logischerweise eine organische Veränderung. Twang bedeutet zu Deutsch etwa Näseln, ist aber nicht mit Näseln gleichzusetzen – der Klang klingt aber penetrant, bohrend und eben nasal. Hierbei nähern sich der Kehldeckel (er verschließt mitunter beim Schlucken den Kehkopf) und die Stellknorpel (an ihnen sind die Stimmlippen befestigt und sie nähern sich für das Singen einander an, damit diese vibrieren können; und treiben bei der Atmung auseinander) einander an.

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