Probleme mit Tonleitern?!

Am Montag war ja wieder Gesangsstunde. Meistens freue ich mich den ganzen Tag bereits darauf, aber desöftere kriege ich abends dann einen kleinen Dämpfer verpasst. Und zwar dann, wenn wir zu den Tonleiter-Übungen kommen. 🙁

Ich frage mich ja, ob sich noch jemand bei diesen Übungen so schwer tut. Die mittleren Töne funktionieren ganz gut, aber die hohen und ganz besonders die tiefen Töne muss ich manchmal doch recht lange suchen und mehrmals probieren, um sie zu treffen. Da ich leider jemand bin, der immer mit dem Kopf und sehr analytisch bei der Sache ist, stelle ich dann zwischendurch immer meine Musikalität beziehungsweise nicht vorhandene Musikalität in Frage.

Dann schreitet die Stunde voran. Die Tonleiterübungen neigen sich dem Ende. Harte Arbeit, ich fühle mich fast richtig erschöpft. Dann arbeiten wir immer an einem Song. Mein erster Song ist ja Ironic (Alanis Morissette). Und plötzlich, siehe da: Ich treffe die Töne, ich setze um, was meine Gesangslehrerin mir erklärt hat und wenn wir eine Passage noch ein wenig anders versuchen kann ich es auch umsetzen. Warum klappt das bei Tonleitern nicht so gut?

Meine Lehrerin hat mir verraten, dass sie dieses Problem genau entgegengesetzt hatte. Tonleitern fielen ihr immer leicht, aber Gelerntes in Songs umzusetzen bereitete ihr mehr Schwierigkeiten. Da ist die Frage, was ist besser. Ich glaube, es ist beides schwer 😉

Zumindest lässt sich zusammenfassend bisher sagen, dass das, was ich vorher so gemacht habe, NICHTS – ich wiederhole: NICHTS!! – mit Singen gemein hatte. Entgegen meiner vorherigen vielleicht auch etwas naiven Vermutung ist Singen richtig anstrengend, wenn man es richtig tut. Was ich aber auch sagen kann: Es macht trotzdem verdammt viel Spaß! 🙂

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