Ein bisschen schwach auf der Brust: Stimme ohne Power

Ich nehme an, jeder Gesangsschüler kennt das: Man nimmt die ersten Stunden und ist erstaunt, wie schnell man hörbare Fortschritte erzielt. Aus den ersten Gesangsstunden kann man immer direkte Erfolge mit nach Hause nehmen. Dann kommt ziemlich schnell ein Punkt (bei mir war es so ca. die sechste Stunde), an dem dies nicht mehr der Fall ist. Ich habe mich gewundert und gedacht, na ja, ist vielleicht mal so. Da hatte ich noch nicht verstanden, dass dann erst die eigentliche Arbeit beginnt. Vorher wurde sozusagen nur das aktiviert, was schon da war und jetzt geht es um die Weiterentwicklung. Und wie erreicht man die? Richtig, Training! So wie ein Sportler auch trainieren muss, um Erfolge zu erzielen, so muss auch die Stimme trainiert werden, wenn man weiter kommen will. Und das geht mal besser, mal schlechter voran.

Nachdem ich schon öfter über meine Probleme mit den tiefen Tönen gejammert habe, scheint meine Stimme immer stärker eine klare Präferenz zu entwickeln. Nach der Hiobsbotschaft (zumindest war es das anfangs ;)) , dass ich ein Sopran bin, entwickelt sich meine Stimme langsam immer mehr in diese Richtung. Während mir hohe Töne wenig Schwierigkeiten bereiten, fällt im Gegensatz dazu immer auf, dass meine Bruststimme doch sehr schwach ist. Natürlich weiss ich um die Notwendigkeit des Training, um überhaupt irgendwie mal zu ein bisschen Power in der Stimme zu kommen, jedoch habe ich momentan echt das Gefühl, dass es nur in den Höhen voran geht. Ich möchte doch sehr hoffen, dass das noch nicht alles ist! Ich hoffe, ich bin damit nicht allein auf weiter Flur 😉

Ich werde das in meiner Gesangsstunde morgen mal ansprechen und dann hoffentlich wissen, ob ich nach so kurzer Zeit Unterricht einfach schon zu viel erwarte, oder ob ich mich vielleicht mit dem, was da ist, abfinden muss…

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