Review: Die Happy – Red Box

Nachdem sich einige der letzten Titel bereits um das neue Album meiner favourite Band drehten, soll es heute jetzt mit einem Review einen Abschluß finden:

Interpret: Die Happy
Album:
Red Box
Musikrichtung:
Alternative Rock
Label: F.A.M.E. Artist Recordings
Erscheinungsdatum:
24.9.10
Anzahl Titel: 13
Gesamtspieldauer: 41 min 30 sec

Homepage: www.diehappy.de

Nach monatelangem Warten konnte ich es am Freitag kaum erwarten, den Saturn zu stürmen, um die neue Die Happy Scheibe aus den Regalen zu reißen, wenn es sein muss 😉 Nachdem das letzte Album ein Most Wanted war, freute ich mich gigantisch auf frische Songs. Endlich zuhause, wurde das gute Stück natürlich sofort erstgehört. Mittlerweile ist es Sonntag und die Platte hat schon so einige Umdrehungen hinter sich. Zeit, die einzelnen Titel mal genauer zu beleuchten.

Das Album startet mit dem Song ‚Mesmerized‚. Er beginnt eher schleppend und explodiert beim Refrain nach einer guten Minute. Charakteristisch für Die Happy: Langsamere Passagen wechseln sich mit rockig-lauten Parts ab, das ganze unterlegt von klasse Gitarren-Riffs. Der Song rockt sehr gut und erinnert stark an die früheren Die Happy Alben.

Weiter zum nächsten Track: ‚Dance for you‚. Wieder schön rockig mit starkem Ohrwurm-Potenzial. Sobald dieser Song gespielt wurde, geht es in meinem Kopf die ganze Zeit ‚Daaaance for youuu tooniiiight‘ 😉 Einer meiner fav Songs.

Als drittes steht ‚Superstar‚ bereit, gehört zu werden. Der Vers gefiel beim ersten Hören nicht sehr gut. Der Refrain dagegen hatte mich wieder sofort. Schön eingängige Melodie. Nach ein paar Mal hören gefällt auch der Song als ganzes sehr gut. Ich seh schon die Meute auf dem Konzert mitgrölen und hüpfen. Ich glaube, das wird ein besonders klasse Live Song.

Auf Platz 4 erwartet den Hörer mit ‚Good things‚ die erste Ballade des Albums. Marta kann ihre Stimme wunderbar ausspielen. Streicher im Hintergrund, klasse Break mit Gittarenriffs nach dem ersten Refrain, ab dann sind auch die Refrains rockiger – es war sofort klar, dass das einer meiner Lieblingssongs wird 😉

An Track 5 scheiden sich die Geister. Die Happy hat dort ein Cover des Destiny Child Songs ‚Survivor‚ platziert. Einige halten das für einen Fehltritt, andere – wie ich – finden es genial. Ich mag den original Song, aber diese Version liebe ich! Ich finde sie circa eine Fantastillion mal besser als das Original! Ich bin sehr gespannt, wie das Publikum hier in Hamburg am Dezember den Song, der hoffentlich gespielt wird, aufnehmen wird.

So, Song Nummer 6: Stay with me. Man könnte eine Ballade vermuten, läge damit aber falsch. Die rockige Nummer bot mir anfangs wieder einen nicht sofort zündenden Vers, der durch den Refrain wett gemacht wurde. Trotzdem in Allem einer der schwächsten Songs des Albums.

Der nächste Song ‚Anytime‚ hat mich überrascht. Ich bin seit 10 Jahren Die Happy Anhängerin und das erste, was ich dachte war: Das klingt Die Happy – untypisch. Der eher langsamere gar nicht rockige Song versucht mit Gitarren- und Streicheruntermalung zu punkten, war für mich aber arg gewöhnungsbedürftig. Mittlerweile mag ich ihn, ich liebe ihn aber nicht. Kein Song, den ich auf eine Wunsch-Setlist fürs Konzert setzen würde.

Track 7 holt den noch vom vorherigen Track verwirrten Hörer wieder in den Die Happy Himmel. Die oben bereits einmal erwähnre wunderbare Mischung aus ruhigeren Vers Parts mit rockig abgehendem Refrain wird in ‚Black vicous monster‚ wieder voll ausgespielt. Yeah!

Song 8, ‚Red box‚, der Titelgeber der Scheibe, ist ein Instrumental. Allerdings verstehe ich das nicht. Schönes Riff, mir fallen sofort Song-Ideen dafür ein, warum wurde das nicht ausgebaut? Ich bin ein zweites Mal verwirrt.

Als nächstes wird ‚Bang boom bang‚ gehört. Schnellere Nummer, geht schön nach vorne, gehört allerdings im Die Happy Gesamteindruck für mich eher in den Mittelbereich.

Nummer 11: ‚Help me‘. Langsamerer Vers, schöne Harmonien. Man vermutet schon, dass der Refrain rockiger wird. Wird er, aber nicht so schön, wie man es aus anderen Songs kennt. Für mich der zweite eher schwache Song Scheibe.

Sweet enemy‚ ist der vorletzte Song. Schöner singbarer Vers mit rockigerem Refrain, wie man es sich von Die Happy Songs wünscht. Gefällt mir.

Das Album verabschiedet sich mit einer Ballade: ‚Anywhere without you‚. Erinnert mich im Vers sehr an das ‚Anytime‘ von Platz 7. Der Song ist okay, haut mich aber nicht vom Hocker. Von Die Happy Balladen bin ich z.B. mit Breathing ein ganze anderes Niveau gewöhnt.

Als Fazit lässt sich sagen: Das neue Album ist ein Kracher! Es sind meistens 1-2 Songs dabei, die einen nicht umhauen, das gehört so, sonst steigen die Ansprüche ja noch ins Unermessliche 😉 Die Happy klingt insgesamt weniger poplastig als auf den letzten Scheiben und nähert wieder an frühere Alben an. Als ich mir die im Booklet enthaltenen Texte zu Gemüte geführt habe, ich keine Meisterstücke entdeckt, doch in Zusammenspiel mit der Musik und Marta klasse Stimme entstehen daraus echt Die Happy Perlen. Klare favourite Songs sind für mich: Dance for you, Superstar, Black vicous monster und Good things. Absolute Kaufempfehlung!

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