Review: Keyboard Lern DVD: Nur für Anfänger

So, nachdem ich die letzten Tage immer fleissig zwischen 15 Minuten und einer Stunde brav geübt habe, ist mein erstes Lernwerk erschöpft. Daher möchte ich Anfänger auf der Suche nach autididaktischem Unterrichtmaterial dieses gerne ein wenig näher vorstellen, damit es vielleicht bei der Entscheidung hilft. Ich hatte eine Beschreibung schon einmal kurz angerissen, aber hier nun die ausführliche Version.

‚Keyboard – Nur für Anfänger‘ verspricht nicht zu viel und nicht zu wenig. Man lernt dort die Grundlagen des Keyboardspiels, im Anschluss kann man sich noch an ein paar Songs versuchen und das war es dann. Doch eins nach dem anderen:

Die DVD beinhaltet ein kleines Heftchen, klein und HeftCHEN ist hierbei auch genau zutreffend. Ich hatte anfangs ein paar Schwierigkeiten, eine Position auf dem Noteständer zu finden, bei der es nicht herunter rutscht 😉 Das Heft umfasst 30 Seiten und beinhaltet alle spielbaren Sequenzen in Notenschrift. Das war sehr hilfreich, da man natürlich nicht alles sofort mitspielen kann (ich sag nur: beidhändige Akkorde!) und auch mal ohne die DVD üben will.

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Die DVD selbst ist in Lektionen gegliedert, die jeweils recht kurz gehalten sind. Dadurch wird einem das Gefühl vermittelt, schnell voran zu schreiten. Nachdem man sich über den lispelnden deutsche Erzähler und den grimmig drein schauenden Keyboardspieler amüsiert hat, geht es direkt los. Zuerst wird einem die korrekte Sitz- und Handhaltung beigebracht. Außerdem lernt man, sich überhaupt auf dem Keyboard zurecht zu finden.
Dann gehts auch schon ziemlich zügig mit Noten lesen weiter. Ich konnte vorher nicht wirklich Noten lesen, konnte mich nur dunkel aus Schultagen – die ja doch schon etwas länger her sind – an Bruchstücke erinnern. Mittlerweile kann ich einfache Notenschrift lesen und wie ich erst heute morgen festgestellt habe, auch in Musik umsetzen.

Zuerst lernt man ein paar Töne in der rechten Hand, aber direkt danach wird man auch mit einigen Tönen für die linke Hand vertraut gemacht. Bis hierhin fand ich das ganze recht einfach und habs daher auch bis zu diesem Teil in einem Stück ‚durchgearbeitet‘.
Dann kam das Kapitel ‚linke und rechte Hand zusammen‘. Ich dachte, kein Problem: Rechte Hand klappt, linke Hand macht was sie soll – was soll schon schiefgehen? An diesem Punkt hing ich ca. 3 Tage, bis ich das Übungsstück flüssig und fehlerfrei spielen konnte! Der Schwierigkeitsgrad der Stücke war für mich genau angemessen. Eigentlich sind die Sequenzen leicht zu spielen, so musste ich im ersten Spiel mit beiden Händen nicht einmal Tasten gleichzeitig drücken, sondern ’nur‘ nacheinander, aber auch das stellt für einen Anfänger ersteinmal eine große Herausforderung dar.

Hat man dieses Kapitel bewältigt, lernt man ein weiteres Stück Notenschrift, die Pausen. Ich frage mich immernoch, warum man für eine ganze und eine halbe Pause ein identisches Zeichen nehmen musste, aber so ist es halt 😉
Die Kapitel werden immer wieder durch Kontrollpunkte abgeschlossen und es wird nochmal zusammengefasst, was man bis hierher gelernt hat. Fand ich persönlich jetzt nicht so nötig, einem anderen gefällts vielleicht 😉

Danach wird es nochmal ganz interessant, die Akkorde stellen sich vor. Während man zuerst beigebracht bekommt, wie man sie in der linken Hand spielt (dazu immer wie das in Notenschrift aussieht), kommt man direkt danach zu den beidhändigen Akkorden. Das sind die Akkorde für die rechte Hand um einen Ton in der linken Hand erweitert. Klingt einfach, war es für mich aber so gar nicht. Ich musste über mehrere Tage hinweg üben, damit ich diese Akkorde einigermaßen (vor Allem auch im Wechsel) beherrschen konnte. Das Übungsstück war vom Schwierigkeitsgrad wieder total angemessen.

An diesem Punkt hat man das Programm bereits nahezu durch und sollte sich langsam auf die Suche nach weiterführendem Material machen. Jetzt folgen noch Lektionen zu dem Spielen mit linker und rechter Hand, d.h. eine Hand spielt immer dasselbe, während die andere Wechsel zu bewältigen hat. Auch das klingt anfangs viel leichter, als es sich tatsächlich für mich darstellte. Hat man aber auch dieses absolviert, bekommt man noch eine Unterrichtseinheit in Notenschrift (die Achtelnote) und dann wird man sozusagen auf die ersten Songs losgelassen 😉
Zur Auswahl stehen hier Jingle Bells (wie passend kurz vor Weihnachten!), On Top Of Old Smokey, Oh When The Saints und Skip To My Lou. Nicht das Gelbe vom Ei, aber man kann schon mal etwas spielen. Ich übe gerade noch fleissig an Jingle Bells, damit ich meiner Familie zu Weihnachten etwas vorspielen kann 😉

Zusammenfassend würde ich diese DVD guten Gewissens jedem blutigen Anfänger ohne jegliche Vorkenntnisse (wie ich es eben war) empfehlen. Auch wenn die DVD grafisch nicht auf dem neuesten Stand ist, sie erfüllt ihren Zweck und ich muss sagen, dass ich dadurch einiges gelernt habe. Man darf halt nur wirklich keine Ahnung vorher haben 😉

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