Konzert Review: Die Happy in Hamburg am 30.12.2010

Ich bin noch eine Review meines letzten Konzertbesuchs 2010 schuldig: Die Happy, traditionsgetreu am 30.12.2010, im Hamburger Docks. Ein Konzert, auf das ich mich schon Monate vorher gefreut habe 🙂

Das Docks kannte ich bereits durch Konzertbesuche z.B. bei Paramore, daher kann ich zur Location an sich nichts neues sagen. Bedenken hatte ich ja vor Allem bei der tschechischen Vorband DIVOKEJ BILL, die es sich nicht nehmen lässt, auch in ihrer Heimatsprache zu singen. Es singt auch nie einer alleine, es ist immer ein Stimmengemisch, von 3-4 Einzelstimmen, dass sich auf die Musik legt. Das war mir nicht ganz geheuer 😉 Aber ich muss sagen, die in diesem Artikel geäußerten Bedenken haben sich glücklicherweise nicht bestätigt. Während der ersten zwei Songs war ich noch etwas skeptisch und habe gewohnheitsmässig versucht, auf die Texte zu lauschen, aber leider spreche ich kein tschechisch und damit war das zum Scheitern verurteilt 😉 Das tschechische Neunerpack ist vom ersten Augenblick an extrem symphatisch und kommuniziert mit dem Publikum in gebrochenem Deutsch, Englisch, mit Händen und Füßen und ihrer Musik.Ab dem dritten Song hielt es mich nicht mehr auf stillstehenden Füßen und ich begann die Texte ausser Acht zu lassen und auf die Gute-Laune-Musik zu hören, die mir da geboten wurde. Die Fülle an verschiedenen Instrumenten wird in der Folk-Rock Band gut genutzt, am meisten beeindruckt hat mich der Banjo-Spieler und der hüpfende Geiger – ich kann mir vorstellen, das Spielen der Geige während des rhytmischen Hüpfens birgt einige Herausforderungen, hrhr. Spätestens mit ihrem Mitgröhl-Song Alkohol (hier habe ich ein youtube Video dazu aus dem Jahre 2007 gefunden *g*) hatten die Jungs das gesamte Publikum für sich gewonnen und eine schöne Einstimmung auf den Haupt-Act des Abends, Die Happy, geschaffen.

Dann war es soweit und meine favourite Band seit vielen Jahren stürmte die Bühne 🙂 Obwohl mir das Konzert gefühlt einiges kürzer als sonst vorkam, wurden fast alle Songs des neuen Albums Red Box zum Besten gegeben.

Hier hatte ich mich besonders auf Dance with me, Survivor und Good Things gefreut. Einer meiner fav Songs, der leider nicht gespielt wurde, war Mesmerized. Beim nächsten Mal dann 😉 Bei Dance for you wurde – wie auch schon auf den vorangegangenen Konzerten –  ein Camcorder mit auf die Bühne genommen, um das Tourvideo zu vervollständigen. Ich bin gespannt, welche Aufnahmen tatsächlich alle im Ergebnis zu sehen sind. Auch leider nicht gespielt wurde Breathing, der ein ganz besonderer Die Happy Song für mich ist. Aber irgendwie wäre es ja auch langweilig, immer dieselben Songs geboten zu bekommen, hm? 😉

Der älteste Titel war ‚Violent dreams‘ von ihrer 2001er Platte ‚Supersonic Speed‘. Der namensgebende Titel wurde wie immer in den Zugaben untergebracht. Es war ein super Konzert, ich bin gehüpft, gesprungen, habe mir die Stimme aus dem Hals gesungen/gegröhlt und wurde wie immer gut unterhalten. Ich kann Die Happy als Live Band jedem nur ans Herz legen! 🙂 Die beiden Videos, die ich hier eingebunden habe, habe ich selbst an besagtem Konzert aufgenommen *g*.

UPDATE: Die Videos musste ich entfernen. Ich hatte mich schon gewundert, warum man bei Youtube kaum was von Die Happy findet und jetzt weiss ich es. Sobald man dort ein entsprechendes Video hochlädt, kriegt man Ärger in Form eines bösen Briefs von F.A.M.E. Artist Recordings GmbH. Man kann sich auch echt mal anstellen. Wissen die nicht, dass youtube mitunter das Musikinformationsportal Nr.1 ist? Ohne Youtube Videos hätte ich mir einige CDs geschweige denn einige Konzertkarten niemals gekauft. Bald kriege ich noch einen bösen Brief, sobald ich nur Die Happy Songs singe, was? *grml*

Jemand, der anscheinend auch noch auf die Musik von Marta und ihren Jungs steht, ist Ex-Freund Sasha. Denn der hat sich zwar versucht zu verstecken – ganze Zeit Jacke an und tief ins Gesicht gezogene Mütze –  aber trotzdem haben wir ihn zweimal getroffen und erkannt. Ich habe mir auch die Frage gestellt, ob Martas Rede über Untreue und die Aussage, ’sie habe auch schon festgestellt, dass sich die Hamburger Jungs ganz besonders schnell Ersatz suchen‘ ein kleiner Piekser in diese Richtung war. Aber das ist alles reine Spekulation.

Erwähnenswert ist die Die Happy App, die iPhone Besitzer auf dem neusten Stand hält und erfreulich ist, dass uns das Rock-Quartett im April mit einer Akustik-Tour besucht. Während ich Anfang Dezember noch vergeblich nach Hamburg in der Tourliste suchte, steht es nun tatsächlich dabei! Tickets kriegt man z.B. bei Getgo.de, hier in Hamburg findet das Konzert auf einem Sonntag, den 10.4.11 statt und kostet gerade mal 21,60 Euronen. Andere Städte, die denen ebenfalls dieser musikalische Leckerbissen angeboten wird, sind: Braunschweig, Jena, Bochum, Köln und München. Ich war schon einmal auf einem Die Happy Unplugged/Akustik Konzert und kann versprechen: Das wird anders, aber klasse anders! 🙂

Rock on!

Ein Gedanke zu „Konzert Review: Die Happy in Hamburg am 30.12.2010

  1. Ani, ich will ein Kind von dir :)scheiss Redbull! Ja Die Happy war klasse!

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