Welche Bass-Combo für ein Anfänger-Wohnzimmer?

Wer wie ich seine ersten Schritte auf dem E-Bass mit einem 10 Jahre alten damals im Paket mit einer halbakustischen Westerngitarre gelieferten kleinen Brüllwürfel, aus dem mehr Rauschen als Ton kommt, begonnen hat, wird sich schnell nach einem geeigneteren Bass-Verstärker umsehen. Bei mir bedeutet schnell in diesem Zusammenhang nach drei Monaten. Jemand, der zum Beispiel ganz ohne Verstärker beginnt, kommt vielleicht sogar schon früher an den Punkt *g*.

Drei Monate bin ich jetzt also dabei, und dass ich Bass spielen super finde, ist sichergestellt. Damit kann ich praktisch vor mir selbst meine neueste Investition ins Bass-Spielen rechtfertigen 😉 Ich möchte einen Bassverstärker haben, bei dem ich mal wirklich was höre. Meine Kriterien waren:

– mehr Ton als Rauschen, generell möglichst wenig Rauschen
– ein Kopfhörerausgang für die späten Stunden, in denen man die Nachbarn nicht ärgern möchte
– die Möglichkeit, z.B. einen MP3-Player an den Verstärker anzustöpsel und ein Playback abzuspielen (dass dann neben dem Bass auch über Kopfhörer hörbar ist)
– idealerweise noch ein paar kleine Sound-Einstellungen, aber die hat ja in der Regel jeder Bilig Amp schon am Start
– mein Budget war auf 150€ begrenzt

Meine ersten Recherchen in den gängigen Musik-Shops zeigten auf, dass es in diesem Bereich generell eine ganz gute Auswahl gibt, bei thomann kommt man zb noch auf 18 Suchergebnisse: Suchergebnisseite. Dabei sind auch viele Marken, die man kennt, zumindest schon mal gehört hat, wenn man mit Musik zu tun hat, wie z.B. Ibanez, Fender oder Marshall. Natürlich auch jede dieser Marken ihre eigene Low-Budget Abteilung, das heisst aber nicht automatisch, dass man sich damit markentypischen Mehrwert erkauft (es sei denn es geht um das Image: ‚Ich hab einen Marshall Verstärker‘).
Die billigen Harley Benton Dinger mal außen vor gelassen haben die meisten Amps im Preissegment unter 100 Euro 15 Watt, bei 130-150 Euronen gibt es zwischen 20 und 30 Watt. Fast alle haben einen 8″ Lautsprecher verbaut. Einige haben noch Möglichkeiten, Effektgeräte anzuschließen – das ist ganz nett, aber für mich kein Auswahlkriterium.
Ich sah mich schon im örtlichen JustMusic die ganze Auswahl probespielen, da kam ich auf die Idee, meinen Basslehrer noch um Rat zu fragen und das war Gold bzw. Zeit wert. Ich nannte ihm meine Kriterien und bei jedem Punkt zeigte er immer nur – begleitend von einem mantraartig wiederholten ‚den da‘ – auf den Bassverstärker neben mir. Die Bass Combo, die ich im Unterricht genau mit meinem Bass spielte (und das ist wichtig, denn nicht jeder Bass klingt an einem Amp gleich, das muss alles ausgetestet werden), erfüllte laut meinem Lehrer all meine Wünsche. Es war ein Ampeq Gerät, diesen Namen hatte ich bei Recherchen in Bass Foren auch schon gehört, äh gelesen. Aber ich wollte es genau wissen. Im Unterricht ist der Verstärker nie wirklich laut aufgedreht, eventuelles Rauschen wäre also kaum zu hören gewesen, aber der nun folgende Vorführtest überzeugt mich. Mein Basslehrer drehte das Gerät ordentlich auf und wir hörten….nichts! Das passt definitiv auf mehr Ton als Rauschen. Und durch den Unterricht, in dem ich diesen Amp immer spiele, wusste ich schon, dass mein Bass gut daran klingt. Bingo!
Nach noch einigem Bewertungen recherchieren habe ich dann gestern Abend den Schritt gewagt und dem großen T meine Bestellung geschickt: Ampeq BA-108 Das Gerät hat alles, was ich will und noch etwas mehr, ich bin gespannt, wie es sich in meinem Wohnzimmer so schlägt 😉

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