Bass, Bass, wir brauchen Bass!

In meiner -noch namenslosen- Band sind wir zur Zeit zu dritt. Vocals (ich), Gitarre und Schlagzeug. In dieser Formation sind wir schon einige Zeit unterwegs und haben immer wieder Versuche unternommen, einen Bassisten zu finden. Doch was ist los bei der Fraktion der tiefen Töne? Gibt es wirklich so wenige, wollen die alle funky Stuff oder Metal spielen oder finden die uns einfach doof? Man weiß es nicht genau.
Fakt ist: Aktuell haben wir auf den gängigen Portalen wieder Anzeigen geschaltet. Für einen Bassisten, einen Keyboarder und einen zweiten Gitarristen (jede dieser Positionen kann natürlich auch von einem Weibchen besetzt werden, aber dann hätten wir die klare Überhand in der Band hrhr). Wir wollen wahrscheinlich nicht jede dieser Positionen besetzen, es sind Spielarten, die uns im Kopf rum schwirren. Gemeldet hat sich ein Bassist, mit dem wir eine Schnupperprobe hatten (hat letztendlich aber leider nicht so gepasst wie wir es uns wünschen), und bisher zwei Gitarristen – Treffen ausstehend. Kein Keyboarder, denn die sind außerhalb von Cover und Symphonic Metal Bands genau so rar gesät wie die Bassspieler.

Als wir vor ein paar Monaten über dieselbe Frage brüteten („Wo sind nur die ganzen Basser hin?“) wuchs in mir die Idee, doch einfach selbst mit dem Bass spielen anzufangen. Noch ein Instrument, muss das sein?? JA, es muss! Wenn so viel musikalisches Interesse in einem steckt, warum soll man dann damit hinterm Berg halten, hm? Ich finde es schade, dass so viele Erwachsene glauben, es sei zu spät ein Instrument ganz neu zu lernen oder sie könnten nie richtig gut darin werden, denn das ist nicht wahr. Natürlich kann ‚richtig gut‘ bei einem Einstieg in den 30igern nicht mehr bedeuten, in einem hoch angesehen Symphonie-Orchester oder was weiß ich mitzuspielen, aber in der Regel fängt man als Erwachsener ja auch kein Musikintrument an, weil man einen neuen Job sucht 😉
Mit einem Saitenintrument namens Gitarre hatte ich schon einmal eine kurze und schmerzvolle Liason, aber ich wollte es gern probieren und so lieh ich mir von meinem Gitarristen seinen Bass aus (wie fast jeder Gitarrist kann er auch etwas Bass spielen) und ließ mir ein paar Basics zeigen. Dank Amazon hatte ich schnell die passende Lernlektüre (WWW.FOUR-STRINGS.DE – Vol. 1: Die Bass-Schule mit Internet-Unterstützung (inkl. 2 Audio-CDs)) zuhause und machte meine ersten Gehversuche auf den vier tiefen Seiten. Erstaunlicherweise (für mich ;)) lief es ganz gut und machte vor Allem einen Heidenspaß und so entschloss ich mich, noch einen Schritt weiter zu gehen und Bassunterricht zu nehmen. Ich war bei zwei Probestunden, die unterschiedlicher kaum hätten sein können, und fand einen symphatischen Lehrer, der nicht nur Musiktheorie und Spieltechnik, sondern auch seine Freude am Instrument weitergeben kann. Jetzt gehe ich einmal die Woche hin und mache weiter gute Fortschritte. Und ehrlich: Ich kann es nur empfehlen, Bass spielen macht tierisch Spaß! 🙂

AniBass - Yamaha TRBX 304

AniBass – Yamaha TRBX 304

Mittlerweile habe ich sogar meinen eigenen AniBass, einen YAMAHA TRBX304 CANDY APPLE RED Bässe 4-Saiter Bässe, ja in rot! Schick, oder? 🙂
Kann ich als Anfängerinstrument nur empfehlen. Recht leicht, liegt gut in der Hand, ist nicht kopflastig und klingt toll. Da es ein aktiver Bass ist, hat er sogar noch ein paar Sound-Einstellungen ‚onboard‘, so kann ich zb. zwischen Solo, Finger, Slap oder Flat Sound wählen. Ich muss aber zugeben, dass ich manchmal noch an den Fender Squier Sound denke (habe ich beim Justmusic auch probegespielt), der war noch ein bisschen fetter und voller aber das Gerät war mir (noch? ;)) einfach zu wuchtig.

Doch löst das unser Bass-Defizit in der Band? Nein, nicht wirklich!
A) Ich spiele erst seit drei Monaten Bass.
B) Ich bin die Sängerin.
Uns schwirren viele Spielvarianten im Kopf rum, z.B. eine Aufteilung des Gesangs auf zwei Leute, so dass ich wenn ich singe, einfache Basslinien mitspielen könnte und jemand anders singt, wenn es kniffliger wird. Momentan suchen wir aber einen Basser und wenn wir einen finden, muss ich halt sehen, wie ich mit meinem Bass unterkomme – im Zweifel halt in einer zweiten Band. Ich bin auf jeden Fall nicht gewillt, meine Sänger-Position komplett abzugeben und mich ganz dem Bass zu widmen, dazu mag ich das Singen zu gern *g*. Mittlerweile mag ich auch das Basspielen verdammt gern, aber da muss man erst noch sehen, ob diese frische Partnerschaft anhält 😉

Ich bin auf jeden Fall gespannt!

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