30.12.09: DIE HAPPY in Hamburg

Lange nichts geschrieben, stecke immernoch mitten im Umzugsstress. Gut, dass ich meine DIE HAPPY Karte schon Wochen vor dem Konzert gekauft hatte, denn sonst hätte ich es A: bestimmt vergessen und B: wenn nicht, keine mehr bekommen. Während die Tickets für Die Happy Konzerte sonst immer erst direkt vor der Veranstaltung ausverkauft waren, hat man dieses Mal zwei Wochen vorher auch schon keine mehr bekommen.

Gestern abend war es denn so weit, DIE HAPPY im Übel & Gefährlich in Hamburg. Die Location hatte ich noch nie vorher besucht und empfand sie auch als etwas gewöhnungsbedürftig. Im Gegensatz zu der Großen Freiheit 36, wo das Konzert eigentlich stattfinden sollte, war es auch ein wenig enger. Laut DIE HAPPY Tradition seit sechs Jahren findet das Abschlusskonzert der Tour immer in der bekannten Freiheit statt, doch diesmal musste ausgewichen werden, damit die Sylvestervorbereitungen in der Kiez-Location zeitgerecht abgewickelt werden konnten. Das hat der Stimmung jedoch keinen Abbruch getan 🙂

Doch eins nach dem anderen, denn das Konzert beginnt natürlich erst mal mit der Vorband. Nach meinem Vorband-Trauma bei Paramore habe ich fast gebetet, dass die Modern Day Heros – noch nie vorher was von den Jungs gehört – ein wenig zur Besserung des Traumas beitragen. Und das haben sie! Während ich bei dem ersten Song noch an BritRock dachte, nicht ganz mein Geschmack, wurde es von Song zu Song besser und am Ende war ich begeistert. Zuckersüss auch der schweizerische Akzent des Sängers 🙂 Nach einem guten Bundle guter Songs, darunter auch noch eine Gesangseinlage bei ‚You made my day‘ von Die Happy Gitarrist Thorsten, wurde zum Abschluss noch eine Rock-Coverversion des Hits ‚Jungle Drum‚ performed. Klasse!

Nach nervenzermürbendem Warten kamm dann kam die Band, auf die alle warteten: DIE HAPPY! Unsere Tipps für Eröffnungssongs waren ‚Go for it‘ oder ‚Hello‘, aber beides falsch! Das Konzert begann mit ‚Big Big Trouble‘, womit die richtige Stimmung direkt geschaffen war. Marta sah toll aus und die Bandmitglieder waren alle gut drauf. Marta erzählt ja eigentlich gerne viel – teilweise amüsant, da sie deutsche Wörter vergisst oder vertauscht, diesmal fand ichs erzähltechnisch jedoch fast ein wenig zu ruhig. Es fehlte etwas 😉
Es wurden eine ganze Menge Songs gespielt, unter anderem die drei Favoriten der Band, die es nicht auf das Best-Of Album Most Wanted (Best of) geschafft hatten – wir erinnern uns: da gab es einen Vote, bei dem die Fans entscheiden konnten, welche Songs auf die Platte kommen. Dabei waren auch Songs, die ich trotz an die zehn Mal DIE HAPPY live sehen noch nicht live gehört hatte. Martas Favorit war ‚Sleeping Time‘ von ihrem sieben Jahre alten Album ‚Beautiful Morning‘. Ich wette, guten zwei Drittel des Raumes ging es wie mir, denn ich habe das Lied nicht sofort erkannt und kannte auch den Text tatsächlich nicht 😉 Um Platz für solche Stücke zu schaffen, gab es zum Beispiel kein ‚Supersonic Speed‘, was ich sehr schade fand. Am Ende wurde wieder schön rumgealbert mit einer „stillen Performance“ von Slow Day *lach*.

Alles in Allem war es ein tolles Konzert, auch wenn mir die Location an sich nicht so gut gefallen hat. Ich bin allerdings der Meinung, Marta schon besser erlebt zu haben (hatte sie da wirklich einmal kurz am Anfang einen Texthänger oder war sie von irgendwas irritiert?) – aber sie haben jetzt ja aber auch eine ganze Tour hinter sich, das ist wahrscheinlich NOCH anstrengender als mein Umzug 😉 Ich kann DIE HAPPY LIVE nur jedem empfehlen, ich persönlich gehe immer wieder hin!

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