Buchempfehlung: The Rock’n Roll Singers Survival Manual

 

Titel: The Rock’n Roll Singers Survival Manual
Autor: Marc Baxter
Verlag: Hal Leonard
Jahr: 1992
Seiten: 248

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Heute möchte ich euch gerne ein Buch empfehlen, dass ich gerade selber lese und als eine der besten Buch-Anschaffungen überhaupt betrachte: The Rock’n Roll Singers Survival Manual. Ich habe es beim Stöbern nach neuer Gesangsliteratur auf Amazon.de entdeckt. Das war eine ganz interessante Klickkette bis zum Kauf:
1. Nach Suchwort ‚gesang‘ suchen
2. Sich die Detailseite eines beliebigen Artikels anschauen
3. Ungefähr gefühlte 50 mal auf Artikel im Bereich ‚Kunden kauften auch‘ oder ‚Das könnte Sie auch interessieren‘ klicken 😉
Gelockt hat mich der doch etwas ungewöhnliche Titel (Dabei ist das Buch eigentlich wirklich für jeden Sänger / Sängerin geeignet), überzeugt hat mich dann jedoch der ‚Blick ins Buch‘ und die tatsächlich durchweg positiven Bewertungen. Von 17 Rezensionen haben 16 Kunden die Höchstpunktzahl vergeben, nur einer einen Stern weniger. Der Preis war mit 14.00€ jetzt auch nicht schmerzhaft, da dachte: Probieren geht über Studieren!
Und ich wurde nicht enttäuscht! Marc Baxter schreibt auf anschauliche und humorvolle Weise über alles, was man auch nur entfernt mit Auswirkungen auf den Gesang in Verbindung bringen kann. Das Englisch ist dabei sehr einfach gehalten und war für mich leicht zu verstehen. Ein paar spezielle Vokabeln die Anatomie betreffend muss man sich gegebenenfalls noch raussuchen.
Wer hier allerdings ein Übungsbuch erwartet, wird es schnell zur Seite legen, denn das ist es nicht und das will es auch gar nicht sein. Es sind Übungen enthalten, ja, der Hauptteil beschäftigt sich allerdings damit, sich selbst als Instrument (besser) zu verstehen / einzurichten und kennenzulernen, was sich alles auf unsere Stimme auswirkt. So schreibt er über Ernährung, Drogen, Stress und und und. Jedoch niemals mit dem erhobenen Zeigefinger, sondern immer informativ und ‚ratgeberisch‘. Wer raucht, weiss nun genau, was dadurch passiert (nicht nur die landläufige Meinung, man weiss es nun GENAU ;)) und warum er mit seinem Instrument so nicht volle Leistung bringen kann, aber er weiss auch, dass man trotzdem rauchen und singen kann. 

Meine Gesangslehrerin hat besonders den umfangreichen Teil ‚All about your breath‘ bewundert, der sich – wie der Name schon sagt – rein mit Atmung und allem was damit zusammenhängt beschäftigt.
Insgesamt hatte ich mit diesem Buch schon das ein oder andere Aha-Erlebnis, habe Zusammenhänge oder Abläufe besser verstanden und möchte es nicht mehr missen. Ich bin sehr gespannt, was mich auf den letzen Seiten erwartet 🙂

 

Auf der Suche nach der AniBand

Ich denke, irgendwann kommt jeder an diesen Punkt. Man macht Musik, man entwickelt sich auch weiter, aber man macht alleine Musik. Wie bei jeder Sucht reicht die Dosis aber nicht mehr, man will mehr 😉 Man will seine Begeisterung für Musik mit Gleichgesinnten teilen, sich zusammen weiter entwickeln, ausprobieren und die gesammelten kreativen Ergüsse zu einem Song werden sehen.
Kurz: Man will in eine Band oder zumindest Mitmusiker finden. Für mich als Sängerin würde am Anfang auch ein Gitarrist oder Pianist reichen.

Dieser Punkt war bei mir eigentlich schon letztes Jahr erreicht, da durfte ich eine Zeit lang mit einem sehr talentierten Gitarristen arbeiten, der aber dann für sich beschloss, alleine weiter zu machen. Mein Sängerin-Ego war geknickt, der Band Wunsch erstmal vom Tisch (Siehe auch mein Artikel ‚Das empfindliche Musiker-Ego‚ aus dieser Zeit).
Jetzt hat es mich wieder gepackt. Ich bin etwas besser geworden und was viel wichtiger ist: Meine Einstellung ist jetzt die richtige. Wenn was nicht klappt, nehme ich das nicht persönlich. Geschmäcker sind verschieden und es gibt da draußen sicher Leute, die mich gern hören mögen, deswegen sollte ich die Meinung der anderen akzeptieren aber mir nicht so zu Herzen nehmen, dass es mich aus der Bahn wirft. Konstruktive Kritik wird immer gern angenommen, der Rest wird als das behandelt, was es ist: Reine Geschmacksfrage! 🙂 Weiterlesen

Rauchen und Singen

aboutpixel.de | mduer

Immer wieder stellen sich Gesangsanfänger und auch -fortgeschrittene die Frage, inwiefern sich Rauchen auf das Singen auswirkt. Über die generellen Nachteile und Risiken des Zigarettengenusses brauchen wir hier nicht anfangen zu diskutieren. Es geht um die Frage: Singe ich schlechter, wenn ich rauche?

Ich lese gerade ein bis jetzt ganz fantastisches Buch (The Rock-N-Roll Singer’s Survival Manual), das sich in den ersten Kapiteln dem Instrument itself, also unserem Körper widmet. Es geht um Fitness, Essgewohnheiten und eben auch Drogenkonsum und welche Auswirkungen er für unser Musikinstrument hat. Dort wird auch relativ umfangreich das Thema Rauchen behandelt. Ich muss ja zugeben, dass ich selber gelegentlich (und in letzter Zeit bei immer mehr Gelegenheiten…) rauche und mich selbst oft gefragt habe, ob ich dadurch Nachteile beim Singen davon trage.

In dem Buch wird nun folgendes erläutert: Weiterlesen

Vom ’sich trauen vor anderen zu singen‘

Stellt euch vor, ihr sollt in einer halben Stunde etwas (Gesang, Fachpräsentation, ganz egal) vor einer kleinen überschaubaren Gruppe von Menschen, die ihr nicht kennt, präsentieren. Es gibt jetzt zwei Extreme, wie ihr euch fühlen könntet:
1. Ihr bereitet euch vor und tretet aufgeregt aber nicht übermäßig nervös vor eure Zuhörer. Vielleicht freut ihr euch sogar darauf.
2. Sofort treten starke Magenschmerzen und ein Gefühl, sämtliche Organe würden in euch rumgewirbelt ein. Die Hände fangen an, nass zu werden, der Gang zur WC Ente findet plötzlich alle 5 Minuten statt und man hat das Gefühl, man wüsste plötzlich, wie es sich anfühlen muss, wenn man stirbt 😉

Vielleicht ‚etwas‘ überdramatisiert, aber ich gehöre zu Gruppe 2. Wenn ich in der Berufsschule oder in der Firma eine Präsentation halten muss… ohweh! Die oben beschriebenen Gefühle treffen tatsächlich zu, zumindest in dem Zeitraum kurz vor dem großen Moment. Währenddessen nimmt es langsam ab und hinterher war es dann wieder ‚halb so schlimm‘ – wie eigentlich jedes Mal. Mittlerweile habe ich eigentlich genug positive Erfahrungen gesammelt, trotzdem überrennt mich dieses Gefühl jedes Mal wieder. Weiterlesen

Ein eigener Proberaum für Sänger/-innen?

Jeder Gesangsschüler, der nicht alleine wohnt und/oder Nachbarn hat, befindet sich in einer manchmal misslichen Lage: Man möchte gerne die Gesangsübungen machen, man möchte auch gerne die aktuellen Songs üben, aber man will es sich erstens nicht mit denen, die es unweigerlich mitbekommen, verscherzen und man hat auch eine gewisse Angst, sich zu versingen, denn das würde genau so jeder mitkriegen. Ich habe für mich festgestellt, dass ich genau dadurch beim üben zuhause zu gehemmt bin. So mag ich zum Beispiel einige recht laute übungen gar nicht zuhause machen.

Ich habe aktuell zwei Songs im Gesangsunterricht: Misguided Ghosts von Paramore, den man auch gut etwas leiser üben kann, und Forgiven von Within Temptation. Wer letzteren Song kennt, weiß: der ist verdammt hoch. Kopfstimme, Kopfstimme, Kopfstimme! Und wer nicht zufälig ein gut ausgebildete Kopfstimme besitzt, sondern wie ich noch daran arbeitet, kam sich bestimmt auch schon mal vor wie ein fiepsendes Irgendwas, das Außenstehende sicherlich als alles andere als Sänger/-in bezeichnen würden. So ging es mir auch mit diesem Song. Als ich ihn die letzten Tage zuhause geübt habe, habe ich immer darauf geachtet, leise zu sein und mich nicht mehr auf das Wesentliche konzentriert. Es klang schrecklich! Und weil es so klang, habe ich mit Druck (falschem Druck) versucht, es besser zu machen, bis mir der Hals anfing weh zu tun. Man sollte es mittlerweile besser wissen, aber wenn sich so ein Frustberg aufbaut, vergisst man manchmal, was man eigentlich schon weiß 😉 Ich habe wohl versucht, meine Stimme ‚hoch zu pressen‘, das hat natürlich nichts mit Gesangstechnik und auch nichts mit ‚gesund singen‘ zu tun 😉
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Atme doch mal richtig durch: Tägliche Atemübungen

Jede Disziplin, gleich ob Beruf oder Hobby hat ihre Routinen. Meist Tätigkeiten eher langweiliger Art, um die man sich gerne mal drückt. Gleichzeitig sind es immer genau diese Übungen, von denen die Lehrer einem einbleuen, sie seien unerlässlich und essentiell für Erfolg. Oft nicken wir brav während der Predigt, drücken uns dann trotzdem und stellen irgendwann -überrascht und verärgert zugleich- fest, dass die Lehrer doch recht haben.

Im Gesangsunterricht passt diese Beschreibung definitiv auf die Atemübungen. Sie sind unwahrscheinlich wichtig, um zu lernen, eine stabile Stütze aufzubauen und die Luft während des Singens passend zu dosieren, sonst schnappt man relativ schnell an nicht immer passenden Stellen nach Luft 😉 Auch ich habe mich am Anfang nicht groß darum geschert. Atmen lernen? Darin hab ich doch seit ich lebe Erfahrung! Denkste! Wer genauso denkt, wird wahrscheinlich erst ähnlich spät wie ich den Wert dieser Übungseinheiten schätzen lernen. Der Großteil des ‚Singen lernens‘ erfolgt ja sowieso in Eigenarbeit, gerade da bieten sich diese einfachen Übungen, bei denen man nicht all zu viel falsch machen kann und die jeder zuhause für sich machen kann, an. Man braucht nicht einmal zehn Minuten dafür, man muss nur den berühmten inneren Schweinehund überwinden.

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Gesangsunterricht wieder aufgenommen

Gestern habe ich den Gesangsunterricht wieder aufgenommen. Es lief eigentlich besser als erwartet. Wir haben vereinbart, dass wir die Atemübungen, die bisweilen immer am Anfang jeder Stunde standen, weglassen und nur noch gelegentlich kontrollieren. Natürlich bedeutet das für mich, dass ich sie umso gewissenhafter zuhause machen muss 😉

Zum nächsten Mal muss ich ‚Get Here‘ nochmal ordentlich üben, damit wir den ad acta legen können. Nichtsdestrotrotz haben wir gestern auch schon mit einem neuen Song begonnen, bei dem ich ein ziemlich gutes Gefühl habe – die ersten Versuche klangen für meine Ohren eigentlich schon recht akzeptabel 😀 Der Song ist: Chaka Khan – Ain’t nobody

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Das empfindliche Musiker-Ego

Wenn man sich dafür entscheidet, auf irgendeine Art und Weise musikalisch tätig zu sein und sich gar der Erschaffung eigener Song-Kreationen, die einem fortan wie kleine Teile seinerselbst vorkommen, zu widmen, passiert etwas ganz erstaunliches: Man bekommt ein neues Ego dazu. Je mehr Energie, Zeit und Herzblut man in die Musik steckt, desto mehr wächst dieses Ego, aber umso empfindlicher wird es auch. Dieses Ego beeinflusst auch ganz maßgeblich die eigene Leistung, das musste ich jetzt schmerzhaft feststellen.

Während der letzten Monate habe in Zusammenarbeit mit einem unwahrscheinlich talentierten Gitarristen eine wunderschöne Ballade und einen etwas rockigeren Song entwickelt. Zu den Songs hatte ich auch Instrumentalversionen, die ich mit in den Gesangsunterricht genommen habe. Die Begeisterung meiner Gesangslehrerin an den eigenen Songs bestätigte mich darin, dass nicht nur ich unter ganz subjektivem Licht die Ergebnisse unserer Arbeit spitze fand. Es ist ein wirklich unbeschreibliches Gefühl, wenn jemand anders einen Song vor sich hin summt, den man selber geschrieben hat 😉

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Gesangliche Fortschritte: Wie es wohl dazu kam…

Ich hatte heute eine phänomenale Gesangsstunde. Ich habe mich selbst ein wenig überrascht und meine Lehrerin noch nie so aus dem Häuschen gesehen 😉 Es war das erste Mal, dass mir jemand sagte, mein Gesang hätte ihn/sie berührt. Es lief einfach alles super! Die mittlerweile zwei eigenen Songs, an denen wir auch im Unterricht arbeiten, klangen noch nie so gut wie heute. Ich werde gut schlafen! *g*

Ich habe viel Lautstärke und Volumen gewonnen, seit ich bei meiner neuen Gesangslehrerin bin. Ich habe das Gefühl, dass meine Atmung langsam von alleine richtig läuft. Meine Intonation ist besser und ich kann langsam Gefühle durch Gesang ausdrücken. Ich habe heute auf der Rückfahrt überlegt, woran das liegen kann. Zum Einen ist sicherlich der Umstieg von zweiwöchentlichem Unterricht auf wöchentlichen ein Kriterium. Doch es kommen noch andere Gründe in Frage:

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Hör genauer hin! Nutz das innere Ohr!

Jeder, der seine Stimme schon einmal in irgendeiner Art und Weise aufgenommen hat, kennt es. Man hört die Aufnahme und dieses ‚Das bin doch nicht ich Gefühl‘ stellt sich ein. Natürlich bist das du, du hast doch ins Mikrofon gesungen!

Ich habe diese Woche gelernt, dass wir uns zu 70 Prozent über unser sogenanntes inneres Ohr wahrnehmen und zu 30 Prozent über die Luft. Wenn wir uns auf einer Aufnahme zuhören, hören wir uns zu 100 Prozent über die Luft, so wie alle anderen uns auch wahrnehmen. Da uns die 70 Prozent über das innere Ohr fehlen, hören wir uns für uns selbst ganz anders an und so kann es schnell zu einem Fremdgefühl der eigenen aufgenommenen Stimme kommen. Aber keine Angst, man gewöhnt sich an seinen Zwilling 😉

Ich nehme mich schon seit langem beim Singen auf, allerdings beschränkt sich das Equipment, das mir bisher dazu bereit steht auf mein Notebook-Mikrofon und den Windows Audiorecorder. Was dabei herauskommt ist eher ein Gerausche, aus dem bei ganz genauem Hinhören ein paar Worte zu erkennen sind. Meine erste Aufnahme mit einem anständigen Mikrofon und einem Harddisk Recorder war äußerst befremdlich. Dicker Kopfhörer auf den Ohren und zwar wird einem die Stimme über Kopfhörer nochmal zugespielt, damit man das Gefühl hat, sich einigermaßen normal zu hören, aber die ersten Aufnahmen zeigten deutliche Intonationsschwächen. Das lag aber nicht an unerreichbaren Tönen, ich hatte mich einfach noch nicht an diese Art des Aufnehmens gewöhnt, denn auch das gehört dazu. Wenn man sich besser über sein inneres Ohr wahrnehmen kann, ist total egal, welches Aufnahmeequipment oder welches Monitoring bereit steht, man hört sich auf jeden Fall zu 70%! Und die reichen meistens um Töne zu treffen.

Um seine innere-Ohr-Wahrnehmung ein wenig zu trainieren, kann man sich zum Beispiel einfach mal die Ohren zuhalten und genau hinhören. Oder mal einen Song mit dicken Kopfhörern auf den Ohren mitsingen 😉 Klingt alles ziemlich ulkig, aber wenn man als Sängerin imstande ist, sich auch bei schlechten Bedingungen gut zu hören, ist man klar im Vorteil!

Seit gestern Abend ist die Aufnahme unseres ersten Songs im Kasten und obwohl ich weiß, dass das noch nicht das Optimum ist, bin ich recht zufrieden. Und das will erstmal erreicht sein 😉